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Du warst bis 2017 als Pfleger beim Militär tätig. Heute möchten wir mit dir über deine Tipps für ein nachhaltiges Leben sprechen. Wie kam es zu deinem Interesse für das Thema Nachhaltigkeit?
„Während meiner Arbeit für das Verteidigungsministerium war ich von Afghanistan bis zum Senegal auf verschiedenen Einsätzen. In vielen Ländern sah ich enorme Verschmutzung durch Plastik – auf den Straßen und in der Natur. Gleichzeitig trank ich selbst bis zu 14 Liter Wasser pro Tag, immer aus Einwegplastikflaschen. Auch mein medizinisches Arbeitsmaterial war oft mehrfach in Plastik verpackt. Als ich meine Arbeit beim Militär beendete, beschloss ich, meinen ökologischen Fußabdruck zu verringern.“
Wie sieht das bei dir in der Praxis konkret aus?
„Ich habe angefangen, mich intensiv mit pflanzlicher Ernährung zu beschäftigen. Diese Ernährungsform hat geringere Auswirkungen auf die Umwelt als tierische Produkte und verringert gleichzeitig meinen Plastikverbrauch. Während Fleisch häufig in Plastik verpackt wird, sind Hülsenfrüchte wie Bohnen ganz einfach in Konserven erhältlich. Darüber hinaus besorge ich unverpackte Produkte oft auf dem Wochenmarkt, nehme immer meine eigene Tasche mit und trinke Leitungswasser. Wenn ich unterwegs bin, nutze ich dafür meine wiederverwendbare Wasserflasche.“
Sind nachhaltige Entscheidungen mit einem höheren Zeitaufwand verbunden?
„Nein. Ich treffe alle notwendigen Vorbereitungen, um nicht in Versuchung zu kommen. Dazu gehört auch ausreichend Schlaf (Anmerkung der Redaktion: siehe hierzu auch Marks Buch „Van slaapwandeling naar droomleven“ – „Vom Schlafwandeln zum Traumleben“). Schlaf und Umwelt werden oft gleichermaßen vernachlässigt. Wenn ich aber gut schlafe, treffe ich bessere Entscheidungen wie beispielsweise ein gesundes (plastikfreies) Frühstück zu Hause anstatt das schnelle Wurstbrötchen mit Kaffee aus dem Wegwerfbecher am Bahnhof. Und weil ich meine eigene Wasserflasche mitnehme, bin ich unterwegs nicht von Produkten abhängig, die in Plastik verpackt sind.“
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Hast du das Gefühl, dass dein persönliches Verhalten zu Veränderungen auf gesellschaftlicher Ebene beiträgt?
„Hier in Amsterdam sehe ich manchmal mehr Abfall neben dem Mülleimer als im Mülleimer. Ich sehe das Verhalten der Menschen und frage mich dann oft, wozu ich all das tue. Aber so zu denken wäre zu einfach. Außerdem will ich niemanden verurteilen. Und dann ist es auch nicht immer leicht: Wenn du zum Beispiel biologische Kleidung kaufst, stellt sich am Ende heraus, dass sie nicht gut für die Umwelt ist. Oder denk an jemanden mit wenig Geld und viel Stress – der hat natürlich den Kopf voll mit anderen Sorgen. Ich versuche weiterhin, mein Bestes zu geben, weil das meinen Normen und Werten entspricht. Ich hoffe, dass ich so andere Menschen dazu inspirieren kann, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen oder darüber nachzudenken.“
Welche praktischen Tipps kannst du all jenen mitgeben, die 2021 ihren Plastikverbrauch verringern möchten?
„Schau zunächst, welcher Plastikmüll in deinem Haushalt entsteht und sieh dich dann nach plastikfreien Alternativen um. Gewöhne dir zum Beispiel an, immer eine wiederverwendbare Tasche an die Tür zu hängen, damit du sie nicht vergisst. Oder hab immer eine extra Tasche in deiner Sporttasche. Das habe ich getan, als ich feststellte, dass ich nach dem Sport immer direkt in den Supermarkt ging. Mache es dir aber auch nicht zu schwer und sei nicht zu streng mit dir, wenn es mal nicht nach Plan läuft.
Wenn du im Büro weniger Plastik verbrauchen willst, kannst du dir einen Plastik-Buddy suchen. Vereinbare gemeinsam mit einem Kollegen, euch gegenseitig anzusprechen, wenn es einmal nicht so gut läuft. Tauscht eure Erfahrungen aus: Wie nimmst du das in Angriff? Hast du Erfahrungen mit wiederverwendbaren Kaffeebechern? Du musst das nicht im Alleingang zu machen.“
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Fühlst du dich inspiriert? Dann schließe dich jetzt wie Mark der Dopper Wave gegen Einwegwasserflaschen an. Wir schicken dir deine persönliche Erklärung, damit du das ganze Jahr 2021 motiviert bleibst.